Lissabon: Ein gutes Gefühl in der Metro

Bei meinem Besuch in Lissabon diese Woche nutzte ich sehr oft die U-Bahn (Metro) als Fortbeweggungsmittel. Hierbei fiel mir sehr stark die Sauberkeit in den einzelnen U-Bahn Bereichen auf, was normalerweise sehr ungewöhnlich ist. Üblicherweise vermitteln U-Bahn Stationen nicht gerade ein Wohlgefühl. Dreck, Graffiti – Schmierereien sowie der Müll in den Stationen und auf den Schienen findet man in der Lissaboner Metro recht selten. Grundsätzlich vermutet man hinter so gut gepflegten Arealen ein Heer von Reinigungspersonal, welches den ganzen Tag damit beschäftigt ist, die Metro sauber zuhalten.  Dem ist aber nicht so.

Die Sauberkeit so wie auch das gute Gefühl von Sicherheit in der Metro hat einen anderen Hintergrund. Da ich mich seit über 16 Jahren mit Sicherheit und Sicherheitstechnik beschäftige, entwickelte ich einen speziellen Blickwinkel auf manche Dinge. Somit auch den auf die Metro von Lissabon.

Die Sauberkeit und das gute Gefühl innerhalb der Metro ist das Ergebnis einer guten Sicherheitsplanung und einer guten Umsetzung von Sicherheitsvorgaben.

Mit einem gut durchdachten Acess Control System sowie ein Videoüberwachungsystem und dazu die entsprechenden Hardware-komponeten erfüllen folgende Anforderungen:

Kontrollierter Zugang in die Metrobereiche: Es befindensich im Eigentlichen nur Fahrgäste in den einzelnen Bereichen. Personen ohne Fahrberechtigung ist der Zutritt verwehrt. Man findet z. B. keine Obdachlosen, welche Sitzbänke oder Nischenbereiche als Schlafplätze oder Aufenthaltsplätze nutzen.

Personalbedarf reduziert sich: Aufgrund der eingesetzten Technik verringert sich der Einsatz von entsprechendem Personal. Notwendig werden eher Einsatztrupps, welche, von der Zentrale geleitet, dort Arbeiten oder andere Aufgaben vornehmen. Ein ständiger Personalbedarf in den jeweiligen Metroarealen ist nicht mehr notwendig.

Sauberkeit erhöht sich und Sachbeschädigung verringert sich: Da sich nur Fahrgäste mit gültigem Fahrschein im eigentlichen U-Bahnbereich aufhalten und der Zutritt für andere Personen verwehrt bleibt, wird der U-Bahnbereich nicht mehr als reiner Aufenthaltsort interessant.

Hier zeigt sich, daß neben dem Einsatz von entsprechenden Komponenten und der damit verbundenen Investion nicht nur die Sicherheit und Sauberkeit in den Bahnbereichen erreicht wird, sondern dass dabei auch ein positive Nebeneffekt erzielt wird und zwar die der Senkung von Unterhaltskosten.

Hier ein kleiner Überblick über die eingesetzte Technik:

Zugangsbereiche:

  • Durchgangssperren für den kontrollieren Durchtritt. Auch Rollstuhlfahrer gerecht. (Siehe dazu untenstehende Fotos)

 

 

 

 

  • Videoüberwachungsystem in den Zugangsbereichen sowie in den Gängen und Bahnsteigen:

 

 

 

 

  • Bahnsteigüberwachung: Der Zugführer hat über Kameras und Spiegel die Sicht auf den Bahnsteig.

 

 

 

 

 

 

Persönlicher Hinweis:

Diese Metro ist für mich die erste U-Bahn, welche nicht nach U-Bahn riecht.

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